Streunerelend – mitten in Deutschland

Soviel zum Thema: Die Natur regelt das schon… Streuner lieben das freie Leben, denen geht es doch gut…

Nein, geht es nicht!

So wie diesem armen, verwahrlosten Kater geht es vielen Streunern, mitten in Deutschland!

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Update 24.09.2020: Toffee lebt nun schon zwei Monate in liebevoller Obhut. Er hat gute und weniger gute Tage… Er liebt und vertraut seiner Pflegemama. Er läuft ihr entgegen und hinterher wie ein kleiner Hund…

Seine Pflegemama schreibt: Anfangs hatte ich Zweifel, ob man ihn so am Leben erhalten sollte. Mancher würde sicher denken, man sollte ihn erlösen. Aber nach nun zwei Monaten bin ich überzeugt, dass es richtig ist, dass er noch lebt, leben darf! Ich glaube und bin fest davon überzeugt, die Streuner haben ein besch… Leben. Was nützt die tolle Freiheit, wenn ein Tier (kein Wildtier) Tag für Tag sein Dasein fristet, bei jedem Wetter im Freien lebt, keine Maus oder Essbares findet, um sein Leben kämpft, nie ruhig schläft, aus Angst vor anderen Tieren oder auch Zweibeinern. Wenn es krank wird, Schmerzen hat und dann doch elendig draußen oft unbemerkt verendet.

Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass Toffee ruhiger wurde, dass er ohne zu zucken schläft, dass er nicht bei jedem Geräusch erschrickt und dann versucht zu flüchten.

Ja, er darf leben und ich glaube, er ist zufrieden, auch wenn er Proobeme mit der Motorik hat und manchmal umfällt oder sich im Kreis dreht. Manchmal das Klo nicht trifft.

Er frisst gut er mag gerne Quark, er genießt Streicheleinheiten, die tun ihm gut.

Es ist nicht einfach, aber so lange ich diesen Eindruck habe, darf und kann er leben.

  

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Update 12.09.2020: Toffee wird etwas kräftiger. Er nimmt mehr von seiner Umgebung wahr.

Und dann die ganz große Freude: Toffee war glücklich, wieder an der frischen Luft zu sein!

  

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Update 29.08.2020: Toffee liegt nun nicht mehr im Katzenklo, er kuschelt sich in Decken. Seine Mobilität ist – vorsichtig ausgedrückt – ein bisschen besser geworden. Er hat seinen Futterplatz seitlich etwas abgestützt, damit er nicht umfällt.

Er geht auch in seinem Zimmer rum, immer an den Wand lang oder wo er sich abstützen kann. Er benutzt das Klo und trifft es auch meistens.

Toffee bekommt weiterhin schmerzstillende Medikamente (von einer lieben Dame gespendet).

Er bekommt alles, bei dem wir denken, dass es ihm gut tut.

Man kann allerdings nicht erwarten, dass Toffee noch einmal komplett mobil wird. Er ist alt, sehr alt – mindestens 18 Jahre.

Jeder Tag ist ein Geschenk!

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Update 21.08.2020: Herzlichen Dank von Else im Namen von Toffee! Es sind jede Menge Miamor Trinkfein und Multivitamine angekommen – jetzt kann Toffee sich daran laben und hoffentlich zunehmen. Wir hoffen so sehr, dass er sein Leben noch eine ganze Weile gut umsorgt und in Liebe genießen kann!

Er ist nach wie vor wackelig auf den Beinen, aber er frisst sehr gut und genießt Streicheleinheiten. Hört ihr sein lautes Schnurren?

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Update 12.08.2020: Toffee hat etwas getrunken, Quark und flüssige Leckerchen geschlabbert. Else konnte ihm Schmerzmittel geben und ihn mit einem feuchten Tuch abwischen. Das gefiel ihm gut. Leider liegt er lieber im Klo als im weichen Körbchen…

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Dieses arme Wesen war wohl einst ein wunderschöner roter Kater, ein „fussiger“, so sagt man hier. Die Freiheit wurde ihm zum Verhängnis, er war mehr tot als lebendig, als er jetzt eingefangen wurde.

Unsere Else wurde angerufen, weil an einer Futterstelle eine sehr schlimm aussehende Katze aufgetaucht war. Else fuhr sofort hin, konnte das arme Tier aber leider nicht einfangen mit Kescher und Korb. Dazu war die Katze noch zu wehrhaft. Sie flüchtete in Brombeersträucher und war damit unerreichbar.

  

Aber Else gibt niemals auf!

Auch am nächsten Tag klappte es nicht. Else fur danach mit einer Draht- und einer Holzfalle hin und verbrachte die ganze Nacht an der Futterstelle bis morgens um 6 Uhr. Doch die Katze kam nicht.

Dann kam Elses tolle Kamera zum Einsatz, die Else Bilder aufs Handy sendet. Als Else zu Hause beobachten konnte, dass die Katze auf der Kamera zu sehen war, fuhr sie los.

Tatsächlich war das arme Tier in die Holzfalle gegangen. Gerade noch rechtzeitig, bevor ein Gewitter los brach.

Bei Else konnte die Katze sich ausruhen und sofort Montag früh ging es zum Arzt.

  

Beim Arzt wurde die Katze – ein Kater, der Toffee genannt wurde –  eingehend untersucht, und die Diagnose war lang, und das ist das Fazit:

In diesem Zustand hätte er sicher nicht mehr lange überlebt. Fliegen hatten schon Eier abgelegt. Er trug einen Panzer von ehemals Fell. Zecken und anderes Ungeziefer hatten darunter ihre Eier abgelegt. Auch Wunden wurden entdeckt.

Das Röntgenbild zeigt, er hat eine schwere Arthrose, im Beckenbereich ist eine Bandscheibe nicht mehr vorhanden (Spondylose), auch die Halswirbel sind betroffen. Dadurch muss er große Schmerzen gehabt haben. Entsprechend funktioniert auch seine Motorik nicht mehr richtig. Er fiel einfach um! Somit konnte er sich auf der linken Seite auch nicht mehr putzen.

Er ist auch wahrscheinlich seit langem ein Streuner, zwar tätowiert, aber nicht registriert. Im einem Ohr lesen wir BM 04. Dies lässt darauf schließen, dass er schon ziemlich betagt ist. Seine Blutwerte waren aber nicht so schlecht für sein Alter. Allerdings ist sein Herz etwas vergrößert.

     

Nun haben wir Toffee in unsere Obhut genommen. Wir hoffen das Beste und schauen mal, wie er sich erholt und entwickelt.

Wir lassen ihn nicht im Stich, haben für ihn sofort Reconvales geordert und versuchen ihn aufzupäppeln, ihn mit viel Liebe und Fürsorge zu verwöhnen und ihm so zu zeigen, dass sich das Leben lohnt, dass es auch schön sein kiann! Eine liebe Freundin des Vereins hat einen Amazon-Gutschein zugunsten des alten Streuners abgegeben, vielen Dank dafür!